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und dann ist dies die Zeit von Laubfall, Eis
und Hochwasser. Deshalb ist es jetzt an der
Zeit, bei wenig Wasser, und angenehmen Temperaturen
Ihr Wasserkraftwerk kritisch unter die Lupe
zu nehmen. Jetzt sind noch Wartungsarbeiten
und Reparaturen möglich, die in den anderen
Jahreszeiten unter Umständen viel Ärger und
Verluste durch Stillstand verursachen.
Bevor Sie anfangen, nehmen Sie
Ihr Logbuch zur Hand, wo alle Vorkommnisse und
Tätigkeiten an Ihrem Kraftwerk festgehalten
werden, und notieren Sie dort alle geprüften
Punkte, und was noch erledigt werden muss. –
Sie haben kein Logbuch? Ich kann nur dringend
empfehlen, in jedem Kraftwerk ein solches zu
führen.
Auf der ersten Seite sollten
alle wichtigen Telefonnummern sein, z. B. vom
Hauselektriker, und Wärter, oder einer anderen
Person, die sich mit dem Kraftwerk auskennt,
wenn Sie in Urlaub sind. In dem Logbuch sollte
das Datum und die Uhrzeit stehen, darunter wann
z. B. wurde das Getriebeöl das letzte Mal getauscht,
der Ölfilter ersetzt, usw. Nur wenn diese Daten
zur Hand sind, kann man durch kleine Verbesserungen
die Wirtschaftlichkeit der Anlage erhöhen und
sie sind für den Notfall sofort griffbereit.
Die Schleuse
Mit unserem „Sommer-Check“ fangen
wir bei der Schleuse an, diese wird normalerweise
nicht beachtet, da sie nur im Ausnahmefall geöffnet
wird.
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Eine Portion Fett oder Öl
an den Lagerstellen kann nicht schaden;
selbstverständlich umweltfreundliches Öl.
Wenn Zahnstangen verwendet werden, dann
sind die oberen Enden meist ungeschützt,
wo Wasser eindringen kann. Eine Abdeckung,
ähnlich einer kopfstehenden Dose hilft hier.
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Funktioniert der Antrieb,
auf Knopfdruck?
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Kann man im Notfall die Schleuse
auch manuell betätigen? Wo ist die Handkurbel?
Probieren Sie es aus.
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Es sollten Endschalter für
den unteren und oberen Anschlag vorhanden
sein. Überprüfen Sie, ob der Mechanismus
noch beweglich ist. Sollte der Mechanismus
gefettet werden? Wenn beide Endschalter
gleichzeitig betätigt werden, sollte die
Steuerung dieses als Störung erkennen.
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Öffnen Sie die Schleuse,
möglichst bis zum oberen Endschalter, um
auch diesen zu überprüfen, und schließen
Sie die Schleuse wieder. Ist die Schleuse
dicht? Läuft Wasser über die Schleuse? Wieviel
Verlustwasser schätzen Sie? Man sollte die
Menge auch nicht überbewerten, ein Eimer
entsprechend 10 l/s je Meter Stauhöhe ergeben
pro Monat gerade mal 3,50 Euro. Man kann
so leicht berechnen, ob eine Reparatur der
Schleuse unter wirtschaftlichen Aspekten
sinnvoll ist.Wenn die Schleuse horizontal
geteilt ist, prüfen Sie den Mechanismus
zum Ankoppeln der unteren Schleusen-Tafel.
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Haben Sie Werkzeug, um im
Winter die Schleuse vom Eis zu befreien?
In welchem Zustand ist das Werkzeug? Ist
es griffbereit?. Prüfen Sie, ob über die
Schleuse oder über das Streichwehr Wasser
verloren geht, auch das ist bares Geld..
Wenn die Schleuse mit einem Motor angetrieben
wird, reinigen Sie die Lüftungsöffnungen
des Motors.
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Wird die Schleuse über Notstrombatterien
versorgt, überprüfen Sie diese, oder lassen
Sie von einem Elektriker kontrollieren.
Autoelektriker können die Batterie unter
Last testen.
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Wenn die Schleuse hydraulisch
betätigt wird, sind die Hydraulikleitungen
in gutem Zustand? Prüfen Sie das Hydrauliköl.
Menge, Verschmutzung, Filter, und ganz wichtig,
ob sich Wasser im Öl angesammelt hat.
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Vielleicht blättert auch
an einigen Stellen der Lack ab, noch kann
man mit wenig Aufwand den Rostschutz wieder
herstellen.
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Weisen Sie Familienangehörige
oder andere Personen in die Bedienung der
Schleuse ein.
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Falls nötig, erstellen Sie
eine kurze Bedienungsanleitung für den Störungsfall.
Der
Rechen
Gehen wir weiter zum Rechen:
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Auch hier sollten Lager geschmiert
werden, Lüftungsöffnungen gereinigt, und
die Mechanik einer Sichtprüfung unterzogen
werden, und möglicherweise der Anstrich
ausgebessert werden.
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Betreiben Sie eine Ketten-Rechenreinigungsanlage,
die im Umlaufverfahren arbeitet? Sind die
Kette und insbesondere die Bolzen gefettet?
Sind Ersatzglieder und Ersatzbolzen vorhanden?
Sind alle Sicherungssplinte in gutem Zustand?
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Bei Anlagen mit Seilzugreinigung:
Meist reißt das Seil an einem Ende, nicht
in der Mitte. Prüfen Sie das Seil an diesen
Stellen und auch die Verschraubungen.
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Simulieren Sie starken Laubfall,
indem Sie Laub in das Wasser werfen. Arbeitet
die automatische Rechensteuerung? Bei welcher
Pegeldifferenz spricht sie an? Messen Sie
mit dem Meterstab nach.
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Ist nach dem Putzvorgang
der Rechen wirklich sauber, oder gibt es
bestimmte Stellen, die nicht oder nicht
richtig geputzt werden?
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Sind Äste zwischen den Rechenstäben
eingeklemmt?
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Ist Werkzeug vorhanden, um
größere Teile, z. B. dicke Äste, entfernen
zu können?
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Kontrollieren Sie den Zustand
der Putzschiene auf Abnutzungen.
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Wie kann man den Rechen manuell
betätigen, im Störungsfall? Weisen Sie einen
Familienangehörigen oder eine andere Person
in die Bedienung ein.
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Falls nötig, erstellen Sie
eine kurze Bedienungsanleitung für den Störungsfall,
am besten im Logbuch.
Die Turbine mit Generator und
Schaltanlagen
Kommen wir nun zum wichtigsten
Teil, der Turbine mit Generator und Schaltanlagen:
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Ist ein Schmierplan für die
Lager vorhanden? Ist er aktuell?
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Prüfen Sie die Hydraulik,
falls vorhanden: Ölmenge, Verschmutzung,
Temperatur, Wasser im Öl und Filter.
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Falls ein Getriebe vorhanden:
Ölmenge, Öltemperatur, Verschmutzung des
Öls, Ölkühler auf Durchgängigkeit prüfen.
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Bei Riemenantrieb, bringen
Sie die Anlage zum Stillstand, und prüfen
den Riemen auf Beschädigungen, Ablösungen
oder Risse. Haben Sie für den Fall, daß
der Riemen reißt, die Bestelldaten greifbar?
Meist speichert der Lieferant diese Daten
für Sie, dann sollten Sie die Adresse des
Lieferanten noch haben.
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Haben Sie Ersatzsicherungen?
Nicht die kleinen, sondern die „dicken“.
Manchmal fallen alle drei nach einigen Jahren
kurz hintereinander aus.
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Reinigen Sie auch hier die
Lüftungsöffnungen und Kühlflächen am Generator.
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Eine generelle Reinigung
dient nicht nur zur Optik, sondern erleichtert
auch Wartungs- und Reparatur-Arbeiten.
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Sind die Sicherheitseinrichtungen
funktionsfähig, z. B. NOTAUS, oder Übertemperaturschalter?
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Werden Sie im Störungsfall
benachrichtigt? Es gibt inzwischen kostengünstige
Geräte, die Ihnen (und z.B. Ihrem Hauselektriker)
eine Nachricht auf Ihr Handy senden, wenn
die Anlage abschaltet.
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Fährt die Anlage nach einem
möglichen Gewitter wieder von selbst an,
oder von Hand? Erstellen Sie eine kurze
Bedienungsanleitung, und weisen Sie eine
Person in die Bedienung ein.
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Prüfen Sie den Oberwasserpegel
am Eichpfahl. Nutzen Sie die volle Stauhöhe
aus, oder verschenken Sie Stauhöhe und damit
auch Leistung. Ein Beispiel: Stauhöhe ist
240 cm, statt den möglichen und erlaubten
250 cm entsprechen 4% Leistungsverlust.
Und noch ein Hinweis zur Wirtschaftlichkeit
und Finanzierung Ihrer Anlage: Wie bei jeder
Immobilie sollten Rücklagen für geplante und
außergewöhnliche Reparaturen gebildet werden,
z. B. 10% der monatlichen Einnahmen auf eine
separates Konto. Diese Punkte sind natürlich
nur als Anregung gedacht und müssen den Gegebenheiten
der Anlage angepasst werden. Manches mag einem
im Moment als unnötig oder übertrieben erscheinen,
aber wie heißt es doch so schön „Vorbeugen ist
besser als ..... „. Jetzt kann der Herbst, dann
Winter und Frühling kommen.
Dieser Text ist auch als Basis
für die Checkliste
beim Verlag Moritz Schäfer in Detmold oder beim
Autor auf Nachfrage erhältlich.
www.srw-hydro.de
info@srw-hydro.de
Wasserkraft &
Energie 3/2003
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